Etablierte Parteien und Kleinparteien Bundestagswahl 2021: alle teilnehmenden Parteien

Zuletzt aktualisiert: 14.07.2021

Bei der Bundestagswahl 2021 können insgesamt 53 Parteien antreten. Um in den Bundes­tag einziehen zu dürfen, müssen große wie kleine Parteien mindestens fünf Prozent der Wähler­stimmen erhalten.

Die Liste der Parteien, die an der kommenden Bundestagswahl im September teilnehmen werden, wurde am 9. Juli 2021 vom Bundeswahl­leiter bekannt gegeben.

Parteien, die an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen werden

An der Bundestagswahl 2017 haben 42 Parteien teilgenommen. Bei der Bundestagswahl im Jahr 2013 waren es nur 34. Die meisten Parteien traten mit Landes­listen an. Acht der 42 kandi­dierenden Parteien traten jedoch nur mit Wahlkreis­kandidat­Innen an. Insgesamt schafften es sieben Parteien in den Bundestag: CDU, SPD, AfD, FDP, Linke, Grüne und CSU.

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Zeitlicher Ablauf zur Wahlzulassung

Spätestens am 97. Tag vor der Wahl (am 21. Juni 2021) um 18.00 Uhr müssen dem Bundeswahl­leiter die sogenannten Beteiligungs­anzeigen vorliegen, mit denen nicht etablierte Parteien schriftlich ihre Absicht erklären können, an der Wahl teilnehmen zu wollen.1

Etablierte Parteien müssen keine Beteiligungs­anzeigen einreichen. Bis zum 79. Tag vor der Wahl (9. Juli 2021) muss der Bundes­wahlausschuss für alle Wahl­organe verbindlich feststellen, welche Parteien zugelassen sind.

Wahlergebnisse der etablierten Parteien bei Bundestagswahlen

Als etabliert gelten Parteien, die seit der letzten Bundestags­wahl entweder im Bundestag oder in einem Landtag un­unter­brochen mit mindestens fünf Abge­ordneten vertreten sind.2 Zu den ältesten etab­lierten Parteien im Bundestag zählen CDU/CSU, SPD und FDP, die bereits zur ersten Bundestagswahl am 14. August 1949 antraten.

Ergebnisse der Bundestagswahlen in Deutschland vor der Bundestagswahl 2021

Die beiden Volksparteien CDU/CSU und SPD erreichten mit ihren breit aufgestellten Programmen über Jahr­zehnte hinweg einen Großteil der Wähler­schaft. Doch bei der Bundestagswahl 2017 fuhr die Union mit 32 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949 ein. Und die SPD muss bereits seit der Wahl 2009 fürchten, dass ihr der Titel als Volks­partei entzogen wird.

Die Union verlor bei der letzten Bundestags­wahl besonders viele Wähler an FDP und AfD. Bei der SPD wanderten beinahe gleich­große Gruppen zu den Parteien AfD, FDP, Linke und Grüne ab.3

Bundestagswahl 2021: die etablierten Parteien

Hier eine Auflistung aller etablierten Parteien, deren Reihenfolge das Ergebnis aktueller Umfragen zur Bundestagswahl 2021 widerspiegelt:

CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands)

  • Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2017: 12,45 Mio. (26,8 %)
  • Mitgliederzahl:4 399.110

Die CDU bildet im Deutschen Bundestag mit der CSU eine gemeinsame Fraktion, die CDU/CSU-Bundestags­fraktion, auch Unions­fraktion genannt. Auf dem CDU-Parteitag am 16. Januar 2021 wurde Armin Laschet zum Bundes­vorsitzenden der CDU gewählt. Er gilt innerhalb seiner Partei als liberal-gemäßigt.5

Aktuellen Umfragen zufolge gibt es derzeit fünf Koalitions­möglichkeiten, bei denen die Union stets beteiligt ist:

  • eine schwarz-rot-grüne Koalition aus Union, SPD und Grünen,
  • eine Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen,
  • eine schwarz-rot-gelbe aus Union, SPD und FDP,
  • eine schwarz-grüne aus Union und Grünen und
  • eine große Koalition zwischen Union und SPD.

Eine Koalition mit der rechts­populistischen AfD, die rein rechnerisch voraus­sichtlich möglich sein wird, schließen CDU und CSU derzeit aus.

Die CDU ist in 15 Landes­parlamenten vertreten. In Bayern hat die Partei keinen Landes­verband – dort ist die CSU aktiv.  Bei den Landtags­wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, die am 14. März 2021 statt­fanden, fuhr die CDU historisch schlechte Ergebnisse ein. In Rheinland-Pfalz erhielten die Christ­demokraten nur 27,7 Prozent (2016: 31,8 %), in Baden-Württemberg lediglich 24,1 Prozent (2016: 27,0 %).

Weiterlesen:

Bündnis 90/Die Grünen

  • Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2017: 4,16 Mio. (8,9 %)
  • Mitgliederzahl: 106.000

Die Grünen sind 1983 erstmalig in den deutschen Bundestag eingezogen. Von der Gründung im Jahr 1980 bis heute sind Umwelt­themen ein zentraler Punkt ihres Partei­programms. Den Bundespartei­vorsitz der Grünen teilen sich Annalena Baerbock und Robert Habeck.

Derzeitige Umfragen lassen vermuten, dass die Grünen nach der Bundestagwahl 2021 Teil einer schwarz-rot-grünen Koalition mit Union und SPD, einer Jamaika-Koalition mit Union und FDP oder einer schwarz-grünen Koalition mit der Union werden könnten. Auch ein grün-rot-rotes Bündnis und eine Ampel­koalition stehen zur Debatte.

Die Partei Bündnis90/Die Grünen ist auf Landesebene in 14 Parlamenten vertreten – nur in Mecklen­burg-Vorpommern und dem Saarland konnte die Partei die nötigen fünf Prozent der Stimmen nicht erreichen. Bei den Landtags­wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg im März 2021 erhielten die Grünen hingegen 9,3 beziehungs­weise 32,6 Prozent der Wählerstimmen.

Mehr Infos:

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

  • Zweitstimmen bei der letzten Bundestagswahl: 9,54 Mio. (20,5 %)
  • Mitgliederzahl: 404.305

Seit Andrea Nahles im Juni 2019 als Vorsitzende der SPD zurücktrat, hat die Partei mit Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans eine Doppel­spitze mit einer linken Programmatik.6 Kanzler­kandidat der Sozial­demokraten ist Olaf Scholz. Bereits im August 2020 legte sich die SPD auf den derzeitigen Finanz­minister und Vize­kanzler fest, der dem eher konser­vativen Flügel der SPD angehört.

Um nach der Wahl wieder in Regierungs­verantwortung zu kommen, könnten für die SPD folgende Konstel­lationen infrage kommen: eine schwarz-rot-grüne Koalition aus Union, SPD und Grünen, ein Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen, eine schwarz-rot-gelbe Koalition zwischen Union, SPD und FDP, eine grün-rot-rote Koalition aus Grünen, SPD und den Linken sowie eine Große Koalition mit der Union.

Die SPD sitzt aktuell in allen 16 Landes­parlamenten. Die Landtags­wahl in Rheinland-Pfalz, die am 14. März 2021 statt­fand, gewann die SPD mit 35,7 Prozent der Stimmen deutlich. Bei der gleich­zeitig statt­findenden Wahl in Baden-Württem­berg wurde die Partei mit 11,0 Prozent nur knapp vor der FDP (10,5 %) dritt­stärkste Kraft.

Zum Artikel:

FDP (Freie Demokratische Partei)

  • Zweitstimmen bei der letzten Bundestagswahl: 5,00 Mio. (10,7 %)
  • Mitgliederzahl: 66.000

Nachdem die FDP von 2013 bis 2017 nicht im Bundestag vertreten war, erhielten die Freien Demokraten bei der vergangenen Bundestags­wahl über zehn Prozent. Die Partei vertritt mit ihrem Vorsitzenden Christian Lindner wirtschafts­liberale Positionen.

Nach der Bundestagswahl könnte die FDP mit großer Wahr­schein­lichkeit in einer Jamaika-Koalition mit Union und den Grünen regieren oder sich mit Union und SPD in einer schwarz-rot-gelben Koalition zusammen­schließen. Auch eine Ampel­koalition ist möglich. Ein Bündnis aus FDP und Union ist Umfragen zufolge nicht realistisch.

Auf Landesebene ist die FDP aktuell in elf Parlamenten vertreten. Bei den in diesem Jahr bereits abgehaltenen Landtags­wahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stimmten 5,5 Prozent beziehungs­weise 10,5 Prozent der Wähler für die Freien Demokraten.

Mehr Informationen:

AfD (Alternative für Deutschland)

  • Zweitstimmen bei der Bundestagswahl 2017: 5,88 Mio. (12,6 %)
  • Mitgliederzahl: 32.000

Die Alternative für Deutschland wurde im Jahr 2013 als EU-skeptische und rechts­liberale Partei gegründet. Seit sich im Juli 2015 ein wirtschafts­liberaler Flügel unter Bernd Lucke abspaltete, ist die Partei deutlich nach rechts gerückt.

Die AfD-Bewegung „Der Flügel“ wurde im März 2020 vom Bundesamt für Verfassungs­schutz als rechtsextrem eingestuft und anschließend vom Thüringer Landeschef Björn Höcke aufgelöst.7 Das Vorhaben des Verfassungs­schutzes, die gesamte AfD als Verdachts­fall einzustufen und zu beobachten, ist Anfang 2021 vorerst gescheitert.

Im Bundestag sitzt die AfD seit 2017. Vorsitzender der AfD-Bundestags­fraktion ist Alexander Gauland, der einer der Gründer­väter der Partei ist und vor der Gründung der AfD 40 Jahre lang Mitglied der CDU war. Jörg Meuthen ist seit 2015 Bundes­sprecher (Partei­vorsitzender) der Partei und seit 2018 Abgeordneter im Europäischen Parlament. Die anderen großen Parteien schließen eine Koalition mit der AfD bislang aus.

Wie die SPD sitzt die AfD aktuell in allen deutschen Landtagen. Bei der diesjährigen Landtags­wahl in Rheinland-Pfalz schaffte die AfD mit 8,3 Prozent der Stimmen erneut den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. Allerdings verlor sie im Vergleich zur vergangenen Wahl deutlich (– 4,3 %). Auch in Baden-Württemberg konnte die AfD zwar zum zweiten Mal in den Landtag einziehen, musste aber einen Stimmen­verlust von 5,4 Prozent hinnehmen.

Weiterlesen:

Die Linke

  • Zweitstimmen bei der letzten Bundestagswahl: 4,30 Mio. (9,2 %)
  • Mitgliederzahl: 60.350

Die Partei Die Linke ist eine demokratisch-sozialistische Partei. Sie ist aus der SPD-Abspaltung „WASG“ und der „Linkspartei.PDS“ entstanden.

Im Februar 2021 haben Janine Wissler und Susanne Hennig-Wellsow die Nachfolge von Katja Kipping und Bernd Riexinger als Partei­vorsitzende übernommen. Wissler ist seit 2008 Abge­ordnete im hessischen Landtag. Hennig-Wellsow gehört seit 2004 dem Thüringer Landtag an und erlangte während der Thüringen-Krise8 2020 bundesweite Bekanntheit.

Derzeitigen Umfragen zufolge könnte die Linke nach der Bundestagswahl im September 2021 Teil eines grün-rot-roten Regierungs­bündnisses werden – was auf Bundes­ebene eine Premiere wäre.

Die Linke ist zurzeit in zehn Landes­parlamenten vertreten. Bei den diesjährigen Landtagsw­ahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg blieb sie mit 2,5 beziehungs­weise 3,6 Prozent der Stimmen unter den für den Einzug in den Landtag benötigten fünf Prozent.

Weiterlesen:

CSU (Christlich-Soziale Union in Bayern)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 2,87 Mio. (6,2 %)
  • Mitgliederzahl: 137.010

Die CSU versteht sich als bürgerlich-konservative Partei und tritt bei Wahlen nur in Bayern an, wo sie seit 1957 ununterbrochen den Bayer­ischen Minister­präsidenten stellt. Im Bundestag bildet sie mit der CDU die Unions­fraktion. Partei­vorsitzender ist Markus Söder, der den Posten Anfang 2018 von Horst Seehofer übernahm.

Als Landespartei tritt die CSU nur bei der Landtagswahl in Bayern an. Dass die CSU und ihre Schwester­partei, die CDU, nach der Bundestagswahl 2021 Teil der Regierung sein werden, gilt Umfragen zufolge als sicher.

Bundesvereinigung FREIE WÄHLER

  • Zweitstimmen bei der vergangenen Wahl: 463.292 (1,00 %)
  • Mitgliederzahl: zwischen 6000 und 7000 (Stand 2021)9

Die Freien Wähler stehen nach eigenen Angaben für solide Staats­finanzen, Verläss­lichkeit und Trans­parenz in der Politik. Ihren größten Erfolg konnte die Partei bislang bei der Landtag­swahl in Bayern 2018 verbuchen, bei der sie 11,6 Prozent der Gesamt­stimmen erhielt. Gegründet wurde die Partei im Jahr 2010.

Die nichtetablierten Parteien (Kleinparteien)

Ist eine Partei seit der vergangenen Bundestagswahl nicht ununterbrochen mit mindestens fünf Abgeordneten im Bundes­tag oder in einem Landtag vertreten, gilt sie als nicht etabliert. Um sich die Landschaft der Klein­parteien besser vorstellen zu können, werden in den folgenden Dia­grammen die Ergebnisse der nichtetablierten Parteien bei der Bundestagswahl 2017 vorgestellt.

Ergebnisse der Kleinparteien bei Bundestagswahlen

DIE PARTEI (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 454.349 (0,98 %)
  • Mitgliederzahl: nach eigenen Angaben 52.486 (Stand 2020)

Die PARTEI ist seit 2014 im Europäischen Parlament vertreten und wurde im Jahr 2004 von Mitarbeitern des Satire­magazins „Titanic“ gegründet. Vorsitzender der Partei ist der ehemalige Chef­redakteur Martin Sonneborn. Die Partei parodiert das Auftreten etablierter Parteien und Politiker und will mit ihrer Programmatik auf Miss­stände aufmerksam machen.

TIERSCHUTZPARTEI (Partei Mensch Umwelt Tierschutz)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 374.3179 (0,8 %)
  • Mitgliederzahl: ca. 2000 (Stand 2020)

In ihrem Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2021 fordert die Partei, die 1993 gegründet wurde, den Tier­schutz mit einem eigenen Artikel im Grund­gesetz zu verankern. Zudem setzt sie sich auch für eine Agrar­wende und Klimaschutz ein.

Parteien bei Bundestagswahl 2020 - Deutscher Bundestag Plenarsaal

Das Herzstück des Deutschen Bundestages: der Plenarsaal.

Foto: Times. Quelle: Wikipedia. Lizenz: u.a. CC BY-SA 3.0

NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 176.020 (0,38 %)
  • Mitgliederzahl: 3.600 (Stand 2019)

Die NPD ist eine rechts­extremis­tische Partei, die in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung verloren hat. Interne Konflikte, zwei Partei­verbots­verfahren und das Aufkommen der AfD haben die Partei geschwächt. Während die NPD 1969 noch etwa 28.000 Mitglieder hatte,10 lag die Zahl im Jahr 2019 nur noch bei 3600. Seit dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Landtags­wahl in Mecklenburg-Vorpommern 2016 ist sie weder im Bundes­tag noch in Land­tagen vertreten.

Piraten (Piratenpartei Deutschland)

  • Zweitstimmen bei der Wahl 2017: 173.476 (0,37 %)
  • Mitgliederzahl: 6.220 (Stand 2021)

Während der einzige thematische Schwerpunkt der Partei bei der Gründung im Jahr 2006 noch die Netz­politik war, haben die Piraten sich mittlerweile zu einer Mehr-Themen-Partei gewandelt: Weitere Schwerpunkte sind nun die Stärkung der Bürger­rechte, die Transparenz des Staats­wesens und die Informations­freiheit. Aktuell sind die Piraten mit zwei Sitzen im Europaparlament und mit etwa 300 Mandaten auf kommunaler Ebene vertreten.

ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 144.809 (0,31 %)
  • Mitgliederzahl: 8.002 (Stand 2020)

Die Ökologisch-Demokratische Partei entstand 1981/1982 aus der Ökologie­bewegung heraus und ist in Bayern in mehreren Kommunal­parlamenten vertreten. In der Programmatik ist die „Achtung vor dem Leben“ ein zentraler Punkt. Seit 2014 ist die ÖDP im Europäischen Parlament vertreten.

Wahlergebnisse der Kleinparteien bei der Bundestagswahl 2017

BGE (Bündnis Grundeinkommen)

  • Anzahl der Zweitstimmen 2017: 97.539 (0,21 %)
  • Mitgliederzahl: ca. 300 (Stand 2020)

Das Bündnis Grundeinkommen hat nur ein Ziel: das bedingungs­lose Grund­einkommen zu verwirklichen. Die 2016 gegründete Ein-Thema-Partei ist in allen Bundes­ländern mit einem Landes­verband vertreten und trat 2017 zum ersten Mal zur Bundestagswahl an.

UPDATE vom 9. Juli: Das BGE nimmt an der kommenden Bundestagswahl 2021 nicht teil. 

V- Partei³ — Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 64.073 (0,14 %)
  • Mitgliederzahl: 1.300 (Stand 2020)

Die V- Partei³ versteht sich als Sprachrohr aller in Deutschland lebenden Vegetarier und Veganer. Bei der Landtags­wahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 nahm die im Jahr 2016 gegründete Partei zum ersten Mal an einer Wahl teil und erhielt dort 0,14 Prozent der Zweit­stimmen – 10.013 an der Zahl.

DM (Deutsche Mitte)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 63.203 (0,14 %)
  • Mitgliederzahl: 3.300 (Stand 2017)

Die Partei wurde 2013 von dem Publizisten Christoph Hörstel gegründet und vertritt Positionen wie die Ab­lehnung der Europäischen Union und des Euros, die Begrenzung von Ein­wanderung und die Förderung von Familien durch Prämien. Die Partei gilt zudem als Israel-kritisch.

DiB (Demokratie in Bewegung)

  • Anzahl der Zweitstimmen 2017: 60.914 (0,13 %)
  • Mitgliederzahl: 246 (Stand 2021)

Ziel der 2017 gegründeten Partei ist eine gerechte, vielfältige und zukunfts­gewandte Gesellschaft. Demokratie in Bewegung hat aktuell Landes­verbände in 14 Bundes­ländern – die Verbände in Bremen und Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2019 beziehungs­weise im Jahr 2020 aufgelöst.

BP (Bayernpartei)

  • Zweitstimmen bei der vergangenen Wahl: 58.037 (0,12 %)
  • Mitgliederzahl: 6328 (Stand 2019)

Die Bayernpartei steht für Selbst­bestimmung und will aus Bayern einen eigenen Staat machen. Auf dem Weg dorthin möchte die Partei zunächst den Föderalismus stärken. Bei der Landtags­wahl in Bayern 2018 erhielt die Bayern­partei 1,7 Prozent der Stimmen und ist in einigen Gemeinde- und Stadträten vertreten.

Kleinparteien in Deutschland (Ergebnis der letzten Bundestagswahl)

AD-D (Allianz Deutscher Demokraten)

  • Zweistimmen bei der letzten Wahl: 41.251 (0,09 %)
  • Mitgliederzahl: 1.500 (Stand 2018)

Im Mai 2017 nahm die Allianz Deutscher Demokraten, die die Interessen von Menschen mit Migrations­hintergrund vertreten will, erstmals an einer Landtags­wahl teil. Bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen erreichte die AD-D 0,1 Prozent der Stimmen – 12.688 an der Zahl. Die AD-D versteht sich als konser­vativ-liberale und soziale Partei.

UPDATE vom 9. Juli: Die AD-D nimmt an der kommenden Bundestagswahl 2021 nicht teil. 

Tierschutzallianz (Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz)

  • Zweitstimmen bei der vergangenen Wahl: 32.221 (0,07 %)
  • Mitgliederzahl: 120 (Stand 2017)

Die Tierschutzallianz ist aus einer Abspaltung einiger Mitglieder der Tierschutz­partei hervor­gegangen. Bislang ist die Partei bei den Landtags­wahlen in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg angetreten, bei denen sie ein Prozent beziehungs­weise 0,01 Prozent der Stimmen holte. Haupt­anliegen ist der Schutz von Tieren und Umwelt.

MLPD (Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 29.785 (0,06 %)
  • Mitgliederzahl: 2.800 (Stand 2018)

Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands will nach eigenen Angaben eine radikal linke und revolutionäre Alter­native zu allen anderen politischen Kräften in der deutschen Parteien­landschaft sein. 71 Prozent der Mitglieder sind Arbeiter und Angestellte. Die Partei wurde 1982 gegründet und ging aus dem Kommunis­tischen Arbeiter­bund Deutschlands (KABD) hervor.

Gesundheitsforschung (Partei für Gesundheitsforschung)

  • Anzahl der Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 23.404 (0,05 %)
  • Mitgliederzahl: 289 (Stand 2020)

Hauptthemenpunkt der Partei für Gesundheitsforschung ist die Bekämpfung von alters­bedingten Krankheiten wie Alz­heimer, Osteoporose und Parkinson. Die im Jahr 2015 gegründete Partei will die Ent­wicklung wirksamer Medizin gegen diese Krankheiten beschleunigen. Bei der kommenden Bundestags­wahl 2021 will die Partei für Gesundheits­forschung in allen 16 Bundesländern antreten.

Kleinparteien bei der letzten Bundestagswahl

Alle im 4. Teil der Liste genannten Parteien haben ihre Teilnahme bereits angekündigt.

Menschliche Welt

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 11.661 (0,025 %)
  • Mitgliederzahl: 613 (Stand 2019)

Die Mitglieder der Menschlichen Welt setzen sich für eine Welt des friedlichen Mit­einanders ein. 2017 trat die Partei zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl an. Gegründet wurde die Partei im Jahr 2013 in dem spiri­tuellen Zentrum Ananda Ashram in Wolfegg in Baden-Württemberg. Partei­vorsitzender und Mit­begründer ist der Yoga-Mönch Dada Madhuvidyanada.

DKP (Deutsche Kommunistische Partei)

  • Zweitstimmenanteil letzte Wahl: 11.558 (0,025 %)
  • Mitgliederzahl: 2850 (Stand 2018)

Die 1968 gegründete Deutsche Kommunistische Partei gilt als Nachfolgepartei der 1956 verbotenen KPD und will eine sozial­istische beziehungsweise kommunistische Gesell­schaft errichten. Bei den kommenden Bundestags­wahlen tritt die DKP mit elf Landes­listen und einer Reihe von Direkt­kandidaten an.

UPDATE vom 9. Juli: Die DKP nimmt an der kommenden Bundestagswahl 2021 nicht teil.

Die Grauen ( Die Grauen – Für alle Generationen)

  • Zweitstimmen bei der letzten Wahl: 10.009 (0,022 %)
  • Mitgliederzahl: 281 (Stand 2017)

Die Partei wurde 2017 gegründet und bezeichnet sich selbst als einzige Partei, die sich nicht an Einzel­interessen, sondern an den Bedürfnissen aller Generationen orientiert. Wählbar sind „Die Grauen – Für alle Generationen“ nur in Berlin. Bundes­vorsitzender ist Michael Schulz.

Kleinstparteien bei Bundestagswahlen (Wahlergebnis)

Auch die Volksabstimmung, die BüSo, die Humanisten, der MG, der sich mittlerweile Gartenpartei nennt, die Urbane, die SGP und die Bergpartei wurden für die Bundestagswahl 2021 zugelassen. Nicht mehr dabei sind die Rechte sowie Die Partei der Vernunft.

Zudem wurden für die Bundestagswahl folgende Parteien zugelassen:11

  • UNABHÄNGIGE für bürgernahe Demokratie (UNABHÄNGIGE)
  • Bündnis C – Christen für Deutschland (Bündnis C)
  • Südschleswigscher Wählerverband (SSW)

Bei der Bundestagswahl 2021 neu antretende Parteien

Folgende „neue“ Parteien nehmen 2021 zum ersten Mal an einer Bundestagswahl teil:

DEUTSCHE KONSERVATIVE

Die Partei DEUTSCHE KONSERVATIVE sieht sich selbst als „bürgerlich-konservativ, solide, sicher, sozial und frei“.  Bei der kommenden Bundestagswahl will sie mit einer Landesliste im Bundesland Brandenburg teilnehmen.

dieBasis (Basisdemokratische Partei Deutschland)

Die Basisdemokratische Partei Deutschland hat sich im Juli 2020 mit dem Ziel gegründet, basis­demokratische Elemente in Gesell­schaft und Politik voran­zubringen. Auf ihrer Web­site benennt die Partei Freiheit, Macht­begrenzung, Achtsamkeit und Schwarm­intelligenz als ihre vier Säulen. Die Mitglieder­zahl beläuft sich auf 8061.

III. Weg (Der III. Weg)

Der III. Weg ist eine rechts­extremistische Partei mit etwa 580 Mitgliedern, die sich durch ideo­logischen Fanatismus auszeichnet und der Demokratie sowie der gesamten west­lichen Moderne feindselig gegenübersteht.12

SSW (Südschleswigscher Wählerverband)

Der SSW ist eine 1948 gegründete Interessen­partei der dänischen und friesischen Minderheit in Schleswig. Als Vertretung zweier nationaler Minder­heiten ist die Partei von der Fünf-Prozent-Hürde befreit.13 Sechs Jahrzehnte lang war der SSW nur auf Landes­ebene und nicht auf Bundes­ebene angetreten.

Team Todenhöfer

Hinter der 2020 gegründeten Partei steht der ehemalige CDU-Politiker und Autor Jürgen Todenhöfer, der sich mit „Team Todenhöfer“ für Werte wie Respekt, Ehr­lichkeit und Gerechtig­keit einsetzen will.

Volt (Volt Deutschland)

Die junge Partei Volt Deutschland ist ein Ableger der Bürger­bewegung Volt Europa und wurde 2018 gegründet. Die Partei macht Politik für ein föderales Europa.

WiR2020

Die 2020 gegründete Partei versteht sich als parlamentarisches Instrument gegen die Corona-Schutz­maßnahmen. Gründungs­vater ist der HNO-Arzt Bodo Schiffmann.

LIEBE (Europäische Partei LIEBE)

Die Partei wurde im Jahr 2018 gegründet und trat zur Europawahl 2019 erstmals bei einer Wahl in Deutschland an. Wie der Name bereits verrät, setzt sich die Partei für Liebe und Respekt gegenüber Mit­menschen, Tieren und Natur ein.

LD (Liberale Demokraten – Die Sozialliberalen)

Die Liberalen Demokraten wurden 1982 von ehemaligen Parteimitgliedern der FDP als Reaktion auf die Bonner Wende gegründet. Partei­vorsitzender ist Bernd Grothkopp.

FAMILIE (Familien-Partei Deutschlands)

Die Familien-Partei Deutschlands wurde 1981 von dem Kinderarzt Franz-Josef Breyer gegründet. Nach eigenen Angaben betreibt die Partei Familien­politik als Grundlage aller politischen Bereiche.

BÜNDNIS21 (diePinken/BÜNDNIS21)

Die Partei BÜNDNIS21 setzt sich für „Politikerhaftung und Amtszeit­begrenzung im Bundestag“ ein. Gegründet wurde die Partei im Jahr 2021.

SGV (Solidarität, Gerechtigkeit, Veränderung)

Die SGV will sich dafür einsetzen, dass Deutschland ein sozial gerechteres Land wird. Gründungs­mitglied und Vorsitzender ist Dieter Jakobs.

Partei des Fortschritts (PdF)

In ihrem Grundsatzprogramm spricht sich die PdF für das Recht aller Menschen auf ihre individuelle Verwirklichung des persön­lichen Glücks aus. Die Freiheit des Einzelnen sei nur begrenzt durch die Freiheit der Anderen.

Graue Panther

Die Grauen Panther stehen für Selbstbestimmung und Eigenverantwortung. Außerdem tritt die Partei, die 2013 unter dem Namen Allianz Graue Panther Deutsch­land gegründet wurde, für eine stärkere europäische Inte­gration ein.

THP (Thüringer Heimatpartei)

Die Thüringer Heimatpartei wurde 2020 gegründet und versteht sich als freiheitlich-patriotische und soziale Mitmacher­partei.

LKR (Liberal-Konservative Reformer)

Die Partei wurde 2015 von Ex-AfD-Bundes­sprecher Bernd Lucke initiiert und wirbt mit dem Slogan „Freiheit. Werte. Zukunft!“.

BÜRGERBEWEGUNG (Bürgerbewegung für Fortschritt und Wandel)

Die BÜRGERBEWEGUNG tritt für eine Umgestaltung und Modernisierung der Gesellschaft ein und versteht sich als tolerante und breite Vereinigung von Menschen aller sozialer Gruppen.

LfK (Partei für Kinder, Jugendliche und Familien –Lobbyisten für Kinder)

Die Lobbyisten für Kinder fordern eine nachhaltige Politik für Deutschland mit einer Perspektive für die jungen Gene­rationen. Gegründet wurde die Partei im Jahr 2021.

KlimalisteBW (Klimaliste Baden-Württemberg)

Bei der KlimalisteBW steht sowohl der Umgang mit dem Klimawandel als auch soziale Gerechtigkeit im Fokus. Bei der vergangenen Landtagswahl in Baden-Württem­berg erhielt die Partei auf Anhieb 0,9 Prozent der Stimmen.

sonstige (DIE SONSTIGEN)

 

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Bundestagswahl (zur Startseite)
  1. Offizielle Website des Bundeswahlleiters, Termine und Fristen, abgerufen am 25.05.2021
  2. Offizielle Website des Deutschen Bundestags, Bundestagswahl 2021: Wie Parteien zur Bundes­tagswahl zugelassen werden können, 23.03.2021
  3. Tagesschau.de, Bundestagswahl 2017, abgerufen am 17.05.2021
  4. Quelle für die Mitgliederzahl der etablierten Parteien wenn nicht anders angegeben: Zeit Online, Parteimitglieder: Grüne legen zu, Verluste für AfD und SPD, 14.02.2021
  5. ZDF.de: Kandidatur um CDU-Vorsitz: Wofür Laschet, Merz und Röttgen stehen, 25.02.2020
  6. Spiegel.de, Neues SPD-Duo Esken und Walter-Borjans: Völker, hört die Inhalte!, 02.12.2019
  7. Spiegel.de: Höcke löst völkisch-nationalistischen „Flügel“ auf, 21.03.2020
  8. Spiegel.de: „Wer hat uns verraten? Freie Demokraten!“, 05.02.2020
  9. Frankfurter Allgemeine: Haben die Freien Wähler eine Chance im Bund?, 15.03.2021
  10. Tagesschau.de: Kleine Parteien bei der Wahl: Visionen der „Sonstigen“, 28.08.2017
  11. Der Bundeswahlleiter, 53 Parteien können an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen, 09.07.2021
  12. Website des Verfassungsschutzes: „DER DRITTE WEG (Der III. Weg)“, abgerufen am 18.05.2021
  13. NDR.de, SSW stimmt für Teil­nahme an der Bundestagswahl 2021, 19.09.2020