Bundestagswahl 2021

Bundestagswahl 2021 - Deutscher Bundestag

Die nächste Bundestagswahl wird voraus­sichtlich im Herbst 2021 stattfinden. Offiziell wird sie „Wahl zum 20. Deutschen Bundestag“ genannt. Mehr Infos über das Datum der Wahl, mögliche vorgezogene Neu­wahlen sowie weitere Termine rund um die Wahl finden Sie im folgenden Artikel:

Wann findet die nächste Bundestagswahl statt?

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen

Seit 1976 sinkt die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen. Obwohl der Rückgang nicht kontinuierlich verläuft, ist der bisherige Trend eindeutig. Ihren historischen Tiefstand erreichte die Wahl­beteiligung bei der Bundestagswahl 2009: Nur 70,8 Prozent der Wahl­berechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen

Bei Wahlforschern herrscht Konsens darüber, dass der Erstauftritt der AfD bei einer Bundestags­wahl die Wahl­beteiligung steigen ließ,1 und dies gleich aus zwei Gründen. Zum einen stimmten laut Infratest dimap 1,47 Millionen bisherige Nichtwähler für die AfD,2 zum anderen zog die Angst vor einem Wahlsieg der AfD mehr Anhänger der Alt-Parteien in die Wahllokale.

Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl 2021

Das Wahlforschungsinstitut Forsa veröffentlicht bei seiner wöchentlichen „Sonntagsfrage“ zur Bundestagswahl den Anteil der „Nichtwähler und Unent­schlossenen“ – zuletzt betrug dieser 24 Prozent. Dies entspräche einer Wahl­beteiligung von 76 Prozent.

Dieses Umfrageergebnis hat sich bei den vergangenen Bundestags­wahlen als relativ zuverlässig gezeigt, um zumindest die Größen­ordnung der Wahl­beteiligung bei der nächsten Bundestagswahl abschätzen zu können.

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Frauenanteil im Bundestag

Seit 2002 stagniert der Frauen­anteil im Bundestag. Die Bundestags­wahl 2017 führte sogar zu einem starken Rückgang, der auf den Eintritt der AfD in den Bundestag zurück­zuführen ist: Mit 10,6 Prozent Frauen hat die AfD den niedrigsten Frauen­anteil aller Bundestags­fraktionen und senkt dadurch den Durchschnitt im Bundestag.

Frauenanteil im Deutschen Bundesag – (Legislaturperiode 2017–2021)

Aussichten für die nächste Bundestagswahl

Die Aussichten auf einen Anstieg des Frauen­anteils im Bundestag nach der Bundestags­wahl 2021 sind gering. Ohne neue oder erhöhte Frauenquoten bei den Parteien wird der Frauen­anteil im Bundestag wohl weiterhin stagnieren.

Welche Staatsorgane werden in bei der Bundestagswahl gewählt?

Was wird bei der Bundestagswahl gewählt?

Die Bundestagswahlen sind auf Bundesebene die einzigen Wahlen, bei denen das Volk ein Staatsorgan direkt wählt.

Die Legislative (gesetzgebende Gewalt) besteht in Deutschland aus den zwei Kammern Bundestag und Bundesrat. Der Bundesrat besteht nicht aus direkt gewählten Vertretern des Volkes. Es wird also nur die Hälfte von der gesetzgebenden Gewalt direkt vom Volk gewählt.

Die Organe der anderen beiden Staatsgewalten Exekutive (ausführende Gewalt) und Judikative (Rechtsprechung) werden nicht vom Volk direkt gewählt.

Was ist der Unterschied zwischen Bundestagswahl und Bundeskanzlerwahl?

Oft wird die Bundeskanzlerwahl mit der Bundestagswahl verwechselt. Dabei handelt es sich aber um zwei unterschiedliche Wahlen:

  • Bei der Bundestagswahl wählt das deutsche Volk seine Vertreter im Bundestag: die Bundestagsabgeordneten.
  • Bei der Bundeskanzlerwahl stimmt der Bundestag über einen vom Bundespräsidenten vorgeschlagenen Bundes­kanzler­kandidaten ab.

Bundestagswahl oder Bundeskanzlerwahl

Wie demokratisch ist die Bundeskanzlerwahl?

Im Zusammenhang mit der Bundeskanzlerwahl kann man aus den folgenden zwei Gründen von einem Demokratiedefizit sprechen:

  • Der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin wird nicht unmittelbar vom Volk gewählt. Eine direkte Wahl wäre durchaus möglich: Ein Beispiel dafür ist die Präsidentschaftswahl in Frankreich.
  • Die Bundeskanzlerwahl entspricht nicht der Idee einer strikten Gewaltenteilung: Ein Organ der Legislative (der Bundestag) wählt hier ein Organ der Exekutive (den Bundeskanzler). Eine mehr oder weniger ausgeprägte Gewaltenteilung ist Bestandteil jeder modernen Demokratie.
  1. Quelle: Handelsblatt, AfD treibt Wahlbeteiligung nach oben, 25.09.2017
  2. Quelle: Zeit Online, Merkel-Enttäuschte und Nichtwähler machen die AfD stark, 24.09.2017

3 Comments

  1. Eigentlich nicht möglich – trotzdem der Versuch:

    • Die CDU wird versuchen Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit vergessen zu lassen – was nicht gelingen wird.
    • Die SPD wird nichts lernen und verzwergen – ein Drama
    • Die Grünen heute Kinder des Wohlstands haben die Zukunft schon hinter sich – wirtschaftlich bleibt es nicht so teilweise auch ihre Schuld.
    • Die Linken werden zulegen, wie sehr hängt auch von der Wirtschaft ab.
    • Die AfD hat große Chancen auch die CDU ab zu lösen, entscheidend wird ihr Personal sein.
    • Die FDP wird bleiben was sie ist – als Zünglein an der Waage.
  2. Die SPD ließ mit Gabriel ihr bestes Zugpferd gehen, Scholz war von Anfang an ein Schuß in den Ofen.

    Mit Sahra wird die linke Wählervereinigung hoffentlich eine „Wende“ im
    ewigen Aussitzen der akt. Probleme erreichen können.

  3. Mal eine vorsichtige Prognose für die Bundestagswahl 2021:

    • Alexander Gauland wird mit 80 Jahren nach Adenauer (1961) zum zweitältesten Bundeskanzler der BRD nominiert.
    • Die Grünen haben sich mangels Mitglieder-Zahl aufgelöst.
    • Die SPD scheitert an der 5-%-Hürde.
    • Der Ex-Astronaut Thomas Reiter wird neuer Bundes-Finanzminister – weil er sich im luftleeren Raum am besten auskennt.
    • Und in seiner ersten Sitzung erklärt das neue Kabinett einstimmig den Bob-Marley-Klassiker „No woman – no cry!“ zur neuen National-Hymne.

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