Bundestagswahl 2021: mögliche Spitzenkandidaten der Parteien

Teil 1: CDU/CSU, Grüne, AfD

Bundestagswahl: die Spitzenkandidaten

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Angela Merkel nicht erneut Spitzenkandidatin

Angela Merkel ist seit dem 22. November 2005 Bundes­kanzlerin.1 Ihre Amts­zeit endet voraus­sichtlich im Jahr 2021 mit dem Zusammen­tritt2 des neuen Bundestages, wenige Wochen nach der nächsten Bundestags­wahl. Zu diesem Zeit­punkt wird sie 16 Jahre Bundes­kanzlerin gewesen sein, so lange wie der bisherige „Rekord­kanzler“ Helmut Kohl, Bundes­kanzler von 1982 bis 1998.

Wer wird Angela Merkels Nachfolger?

Ende Oktober 2018 gab Angela Merkel bekannt, dass sie bei der Bundestags­wahl 2021 nicht als Spitzen­kandidatin der CDU kandidieren werde.

Auch Merkels Alter spricht gegen eine erneute Spitzen­kandidatur: Zum Zeit­punkt der nächsten Bundestags­wahl ist sie 67 Jahre alt und hat damit die Regel­alters­grenze (das reguläre Renten­eintritts­alter für ihren Geburts­jahrgang) bereits seit anderthalb Jahren überschritten.

Merkels mögliche Nachfolger: Wer wird Kanzler­kandidat der Union?

Bisher wurde vor Bundestagswahlen die Spitzen­kandidatin/der Spitzen­kandidat der Union für die Bundestags­wahl nicht direkt gewählt. Stattdessen wurde der/die CDU-Bundes­vorsitzende auf einem CDU-Bundes­parteitag von den mehr als 1000 Delegierten gewählt – im Fall der letzten Bundestags­wahl fand der Bundes­parteitag etwa neun Monate vor dem Wahl­termin statt.

Traditionell hat der oder die CDU-Vorsitzende das sogenannte „Erst­zugriffs­recht“ auf die Kanzler­kandidatur der Union. Doch seitdem Armin Laschet am 16. Januar 2021 zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt worden ist, streitet die CDU über folgende Fragen:

Gehören Parteivorsitz und Kanzler­kandidatur in eine Hand? Wer wird Kanzler­kandidat der Union?

Annegret Kramp-Karrenbauer hatte am Tag ihrer Rücktritts­ankündigung die Trennung von CDU-Vorsitz und Kanzleramt für gescheitert erklärt. CSU-Chef Markus Söder befürwortet hingegen die getrennte Besetzung der zwei Führungs­posten. Für diese Aussage wurde ihm vom CDU-Vorstand Einmischung vorgeworfen.3

Lesen Sie auch | Koalitionen nach der nächsten Bundestagswahl

Wann wird über den Kanzler­kandidaten entschieden?

Die Wahl des Kanzler­kandidaten der Union für die Bundestagswahl könnte bereits Ende März oder Anfang April 2021 stattfinden:

  • Nach Ansicht Armin Laschets soll der Kanzlerkandidat der Union erst nach den Landtagswahlen im März gekürt werden. Er „halte die Idee Frühjahr für eine kluge.“4
  • Für CSU-Chef Markus Söder wäre „um Ostern herum oder nach Ostern“ ein geeigneter Zeitpunkt.

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Umfragen zu Kanzlerkandidaten der Union

Umfrage 1

Lascher oder Söder? Umfrage zur K-Frage bei der Union - Bundestagswahl 2021

2

Umfrage zur Bundestagswahl: Wer wird Bundeskanzler? Mögliche Kanzlerkandidaten der CDU/CSU

3

Bundestagswahl 2021 - Umfrage zum Kanzlerkandidat der Union (Söder, Merz, Röttgen und Laschet)

4

Letzte Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU-CSU bei der Bundestagswahl

5

Bundestagswahl - Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU/CSU (Söder, Merz, Laschet und Röttgen)

6

Bundestagswahl - Neue Umfrage zu Kandidaten der Union (Söder, Merz, Laschet und Röttgen)

Text

Umfrage 1 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU/CSU: „Als Kanzler wäre geeignet …“

  • Markus Söder: Ja 55 %, Nein 37 %
  • Armin Laschet: Ja 31 %, Nein 56 %

Quelle: Politbarometer 2, Januar 2021, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF.
Telefonische Befragung 1.371 zufällig ausgewählter Wahlberechtigter, Befragungszeitraum: 25. bis 27. Januar 2021.

Umfrage 2 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU/CSU: „Als Kanzler wäre geeignet …“

  • Markus Söder: Ja 54 %, Nein 38 %
  • Jens Spahn: Ja 32 %, Nein 59 %
  • Norbert Röttgen: Ja 29 %, Nein 49 %
  • Friedrich Merz: Ja 29 %, Nein 59 %
  • Armin Laschet: Ja 28 %, Nein 57 %

Quelle: Politbarometer 1, Januar 2021, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF.
Telefonische Befragung 1.262 zufällig ausgewählter Wahlberechtigter, Befragungszeitraum: 12. bis 14. Januar 2021.

Umfrage 3 (ARD/Infratest dimap)

Fragestellung: „Wäre … ein guter Kanzlerkandidat für die Union?“

Erste Zahl: befragte Wahlberechtigte, in Klammern: darunter Anhänger der CDU/CSU

  • Markus Söder: 55 % (80 %)
  • Friedrich Merz: 35 % (40 %)
  • Norbert Röttgen: 34 % (35 %)
  • Armin Laschet: 27 % (32 %)

Quelle: „infratest dimap“-Umfrage vom 07.01.2021 mit 1020 Befragten
im Auftrag der ARD (ARD-DeutschlandTREND Januar 2021). Erhebungszeitraum: 4. bis 5. Januar 2021. Diagramm: www.bundestagswahl-2021.de

Umfrage 4 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU/CSU: „Als Kanzler wäre geeignet …“

  • Markus Söder: Ja 58 %, Nein 35 %
  • Jens Spahn: Ja 37 %, Nein 56 %
  • Friedrich Merz: Ja 30 %, Nein 60 %
  • Armin Laschet: Ja 27 %, Nein 59 %
  • Norbert Röttgen: Ja 25 %, Nein 52 %

Quelle: Politbarometer 1, November 2020, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF.
Telefonische Befragung 1.347 zufällig ausgewählter Wahlberechtigter, Befragungszeitraum: 10. bis 12. November 2020.

Umfrage 5 (ARD/Infratest dimap)

Fragestellung: „Als Kanzler­kandidaten der CDU/CSU sind momentan verschiedene Politiker im Gespräch. Bitte sagen Sie mir zu jedem der folgenden Politiker, ob er ein guter Kanzler­kandidat der Union wäre oder nicht.“
Prozentzahl in Klammern: Anhänger der CDU/CSU.

  • Markus Söder: 56 % (75 %)
  • Friedrich Merz: 33 % (43 %)
  • Armin Laschet: 24 % (25 %)
  • Norbert Röttgen: 21 % (27 %)

Quelle: „Infratest dimap“-Umfrage vom 03.09.2020 mit 1027 Befragten
im Auftrag der ARD (ARD-DeutschlandTREND September 2020). Erhebungszeitraum: 31. August bis 2. September 2020. Diagramm: www.bundestagswahl-2021.de

Umfrage 6 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Umfrage zu Kanzlerkandidaten der CDU/CSU: „Als Kanzler/-in wäre geeignet …“

  • Markus Söder: Ja 64 %, Nein 27 %
  • Friedrich Merz: Ja 31 %, Nein 55 %
  • Armin Laschet: Ja 19 %, Nein 64 %
  • Norbert Röttgen: Ja 14 %, Nein 59 %

Quelle: Politbarometer 1, Juli 2020, Forschungsgruppe Wahlen/ZDF.
Telefonische Befragung 1.226 zufällig ausgewählter Wahlberechtigter. Zeitraum: 7. bis 9. Juli 2020.

In einer am 28. Januar 2021 veröffent­lichten Umfrage zu den möglichen Kanzler­kandidaten der Union führt Markus Söder mit einem erheblichen Vorsprung von 24 Prozent­punkten. Dabei hat dieser stets bekräftigt, dass er die Kanzler­kandidatur nicht anstrebe – zum Beispiel am 21. September 2020 in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.5

Im Frühjahr 2020 hatte Söder bereits jedes Interesse an der Kanzler­kandidatur der Union dementiert – unter anderem in einem Interview mit dem Spiegel: „Ich bin und bleibe in Bayern, da können andere beruhigt sein.“6

Mehr zum Thema | Bundestagswahl 2021: Umfragen, Prognosen und Projektionen

Armin Laschet: vom NRW-Ministerpräsidenten zum Bundeskanzler?

Der 59-jährige Armin Laschet ist seit 2017 Minister­präsident Nordrhein-Westfalens. Seine schwarz-gelbe Regierung löste die rot-grüne Koalition ab, die seit 2010 unter der Führung von Hannelore Kraft das Land regiert hatte.

Mandate im Bundestag und im Europaparlament

Armin Laschet war während der Legislatur­periode 1994–1998 direkt gewählter Bundestags­abgeordneter der CDU (Wahlkreis Aachen-Stadt). Bei der darauf­folgenden Bundestagswahl verlor er sein Mandat und gehörte dem Bundestag fortan nicht wieder an. Bei den Europa­wahlen 1999 und 2004 wurde Laschet ins Europäische Parlament gewählt.

Sein zweites Mandat im Europa­parlament legte Armin Laschet nieder, als er 2005 in Nordrhein-Westfalen zum Landes­minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration ernannt wurde. 2008 wurde er zusätzlich in den CDU-Bundes­vorstand gewählt.

Armin Laschet, möglicher CDU-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den CDU-Vorsitz – im Team mit Gesundheitsminister Jens Spahn

Foto: Olaf Kosinsky. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0-de

Landespolitischer Aufstieg zum Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens

Bereits dreimal wurde Armin Laschet in den nordrhein-westfä­lischen Landtag gewählt: 2010, 2012 und 2017. Im Juni 2012 wurde er Vorsitzender der CDU Nordrhein-Westfalens, des größten Landes­verbands der CDU. 2013 wurde Laschet darüber hinaus Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

Armin Laschets größter politischer Sieg war denkbar knapp: Nach der Landtags­wahl 2017 wurde er mit einer Mehrheit von nur einer Stimme zum Regierungs­chef einer schwarz-gelben Koalition gewählt: CDU und FDP verfügen im Landtag zusammen über 100 der 199 Sitze.7 2018 wurde Armin Laschet mit 96,3 Prozent der Stimmen zum vierten Mal zum Landes­vorsitzenden gewählt.

Allianz mit Jens Spahn im Kampf um den CDU-Bundesvorsitz

Nach dem angekündigten Rückzug von Annegret Kramp-Karrenbauer vom CDU-Parteivorsitz verkündeten Ende Februar 2020 Armin Laschet und Jens Spahn, als Team für den CDU-Parteivorsitz kandidieren zu wollen: Armin Laschet als Vorsitzender, Jens Spahn als Stellvertreter.

Ob der zukünftige CDU-Parteichef auch Kanzler­kandidat wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch keine Zweifel, dass es Laschet und seine Konkurrenten Friedrich Merz und Norbert Röttgen um mehr als nur den CDU-Parteivorsitz geht.

Laschets Problem mit den Grünen

Während CSU-Chef Markus Söder die Grünen als Haupt­konkurrenten erkannt hat8 und sich schon länger als Umwelt­schützer präsentiert,9 gilt Armin Laschet eher als Kohle­verteidiger und Kritiker der Energiewende.10

Bis 2018 unterstützte Laschet als Minister­präsident den Ausbau der Braunkohle­förderung in NRW.11 Es war Laschet, der im gleichen Jahr den mehrere Tausend Jahre alten Hambacher Forst räumen ließ – bis das Ober­verwaltungs­gericht Münster feststellte, dass die Rodung für die Energie­versorgung nicht notwendig sei.

Armin Laschet, die Kanzlerkandidatur und das Kraftwerk Datteln 4

Das Kraftwerk Datteln 4: Kommt mit Armin Laschet ein Steinkohle-Unterstützer ins Kanzleramt?

Foto: Marc Schulte/Galerist. Quelle: Wikipedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Noch Ende 2019 verteidigte Laschet die für den Sommer 2020 geplante Inbetrieb­nahme des Stein­kohle­kraftwerks Datteln 4 als Beitrag zur CO2-Reduktion – laut Spiegel Online basierend auf zweifelhaften Annahmen.12

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Markus Söder: beliebtester Spitzen­kandidat will in Bayern bleiben

Schwere Verluste für die CSU bei der letzten Landtagswahl in Bayern

Bei der letzten Landtagswahl in Bayern büßte die Partei des bayerischen Minister­präsidenten Markus Söder 10,5 Prozent­punkte zugunsten der AfD und der Grünen ein. Die CSU verlor die absolute Mehrheit im Bayerischen Landtag und ging eine Koalition mit den Freien Wählern ein, auf Landes­ebene eine Premiere.

Markus Söder wird nicht Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl

Allen Spekulationen zum Trotz hat Markus Söder kein Interesse an einer Kanzlerkandidatur

Foto: European People’s Party. Quelle: Flickr. Lizenz: CC BY 2.0

Mitte 2018 war Markus Söder Deutschlands unbeliebtester Minister­präsident.13 Doch seitdem sind seine Beliebtheits­werte in Bayern kontinuierlich gestiegen und auf Bundes­ebene ist Markus Söder mittlerweile in Umfragen der beliebteste Kanzlerkandidat.

Markus Söder will (zunächst) nicht Bundeskanzler werden

War Markus Söder 2019 außerhalb Bayerns noch wenig bekannt, änderte sich das mit dem Beginn der Coronakrise im Frühjahr 2020. Nachdem sich ein halbes Jahr vor Ausbruch der Pandemie laut Umfragen nur acht bis neun Prozent der Befragten Markus Söder als Kanzler­kandidaten der Union wünschten,14 wurde er danach innerhalb weniger Monate zum beliebtesten Kanzler­kandidaten der Union.

Immer wieder wurde darüber spekuliert, ob Markus Söder nach der nächsten Bundestags­wahl Angela Merkel im Kanzleramt ablösen könnte. Der CSU-Chef machte jedoch bisher jedes Mal deutlich, dass sein Platz in Bayern sei. Dabei schloss er jedoch eine Kanzler­kadidatur nie direkt aus.

„Meine Ambitionen sind und bleiben hier in Bayern.“
Markus Söder, 04.11.2019

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Weitere Kandidaten der Union bei der Bundestagswahl

Informationen über weitere mögliche Kanzler­kandidaten der Union finden Sie im Artikel über die Unionsparteien bei der Bundestagswahl 2021.

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Die möglichen Spitzenkandidat*innen der Grünen

Bei der Bundestagswahl 2021 wird es wie üblich bei den Grünen ein Spitzen­duo geben, bestehend aus einer Frau und einem Mann. Bevor es für die Kandidat*innen um die Bundestags­wahl geht, müssen sie aber zunächst eine andere Wahl für sich entscheiden.

Denn bei den Grünen ist es üblich, dass die Spitzen­kandidat*innen von der Partei­basis gewählt werden, und zwar nach einem dieser beiden Verfahren:

  • Entweder stimmen alle Mitglieder im Rahmen einer sogenannten Urwahl ab – so wie bei den letzten zwei Bundestags­wahlen in den Jahren 2017 und 2013 – oder
  • das Spitzenduo geht aus einer Abstimmung auf einer Bundes­delegierten­konferenz hervor. Derart wurden zuletzt Ska Keller und Sven Giegold zum Spitzenduo für die Europawahl 2019 gewählt.

Ziehen die Grünen mit einem Realo-Spitzenduo in den Wahlkampf?

Im letzten Bundestags­wahlkampf war die Fraktions­vorsitzende Katrin Göring-Eckardt die Spitzen­kandidatin der Grünen, doch wie von ihr Anfang 2019 angekündigt, wird sie nicht erneut kandidieren.15 Eine mögliche Nachfolgerin ist die Bundes­vorsitzende Annalena Baerbock.

In Hinblick auf den Männer­platz lassen die Kandidaten ihre Ambitionen noch offen. Alle drei männlichen Kandidaten für die grüne Urwahl im Vorfeld der letzten Bundestags­wahl, Robert Habeck, Cem Özdemir und Anton Hofreiter, könnten erneut bei der Bundestags­wahl 2021 antreten.

Umfragen zur Kanzlerkandidatur der Grünen

Laut ZDF-Politbarometer („Januar I 2021“) glauben 28 Prozent der befragten Wahl­berechtigten, dass Robert Habeck als Bundeskanzler geeignet wäre – 55 Prozent trauen ihm das nicht zu.

Lediglich 22 Prozent der Befragten halten Annalena Baerbock als Bundeskanzlerin für geeignet. Für 63 Prozent der Befragten wäre Baerbock hingegen keine gute Nachfolgerin von Angela Merkel.

Umfrage 1

Kandidaten der Grünen bei der Bundestagswahl: Kommt ein Grüner Bundeskanzler? Umfrage Baerbock oder Habeck

2

Habeck oder Baerbock? Wer wird Kanzlerkandidat der Grünen bei der Bundestagswahl (Umfrage).

3

Umfrage zu den Kanzlerkandidaten der Grünen bei der Bundestagswahl (Habeck, Baerbock)

Text

Umfrage 1 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Fragestellung: „Würde sich  …  als Bundeskanzler / Bundeskanzlerin eignen? “

  • Robert Habeck: Ja 28 %, Nein 55 %
  • Annalena Baerbock: Ja 22 %, Nein 63 %

Quelle: „Forschungsgruppe Wahlen“-Umfrage vom 15.01.2021 mit 1262 Befragten im Auftrag des ZDF (ZDF-Politbarometer Januar I 2021). Diagramm: www.bundestagswahl-2021.de.

Umfrage 2 (ZDF/Forschungsgruppe Wahlen)

Fragestellung: „Würde sich  …  als Bundeskanzler / Bundeskanzlerin eignen? “

  • Robert Habeck: Ja 35 %, Nein 46 %
  • Annalena Baerbock: Ja 22 %, Nein 56 %

Quelle: „Forschungsgruppe Wahlen“-Umfrage vom 27.11.2020 mit 1330 Befragten im Auftrag des ZDF (ZDF-Politbarometer November II 2020). Diagramm: www.bundestagswahl-2021.de.

Umfrage 3 (ARD/Infratest dimap)

Fragestellung: „Wäre … ein guter Kanzlerkandidat / eine gute Kanzlerkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen? “

Erste Zahl: Befragte Wahlberechtigte. In Klammern: darunter Anhänger der Grünen.

  • Robert Habeck: 42 % (64 %)
  • Annalena Baerbock: 28 % (59 %)

Quelle: „infratest dimap“-Umfrage vom 03.09.2020 im Auftrag der ARD (ARD-DeutschlandTREND September 2020). Diagramm: www.bundestagswahl-2021.de.

Nach Angaben aus Parteikreisen werden die Grünen erst im Frühling 2021 einen Kanzler­kandidaten/eine Kanzlerkandidatin für die Bundestagswahl küren.16

Annalena Baerbocks steiler Aufstieg

Als Annalena Baerbock (38) Anfang 2018 Bundesvorsitzende der Grünen wurde, war sie kaum jemandem außerhalb der Partei bekannt. Doch seitdem die gebürtige Hannoveranerin gemeinsam mit Robert Habeck die Grünen als Bundesvorsitzende anführt, sind die Umfragewerte der Partei auf 18 bis 20 Prozent gestiegen, und Baerbock steht zunehmend im Rampenlicht.

Bundestagswahl - Annalena Baerbock

Annalena Baerbock ist seit 2018 Bundesvorsitzende der Grünen

Quelle: Bündnis 90/Die Grünen NRW auf Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Annalena Baerbock studierte Politik­wissen­schaft und Recht in Hamburg und London und arbeitete zunächst für die Grünen im Europäischen Parlament in Brüssel und Straßburg. 2009 wurde sie Landes­vorsitzende der Grünen in Brandenburg, bevor sie 2013 als Abgeordnete in den Bundestag einzog. Bei der Bundestags­wahl 2017 wurde sie im Bundestag wieder­gewählt. Sie setzt sich in der Bundestags­fraktion allem voran für den Klima­schutz sowie für Kinder und Familien ein.

Beste Chancen für Annalena Baerbocks Spitzenkandidatur

Tatsächlich waren die Grünen gemessen an den anhaltend hohen Umfrage­werten noch nie erfolg­reicher. Dies wie auch die Ankündigung Katrin Göring-Eckardts, nicht erneut zu kandidieren, zeugt davon, dass Baerbocks Chancen für eine Spitzen­kandidatur zur nächsten Bundestags­wahl sehr gut stehen.

Robert Habeck – vom Schriftsteller zum Kanzlerkandidaten?

Robert Habeck, am 2. September 1969 in Lübeck geboren, führt seit einem Jahr gemeinsam mit Annalena Baerbock den Bundes­vorsitz der Partei. Von 2012 bis 2018 war Robert Habeck stell­vertretender Minister­präsident von Schleswig-Holstein und Minister für Energie­wende, Land­wirtschaft, Umwelt und ländliche Räume. Bevor es ihn in die Politik zog, studierte er Philosophie, promovierte hierin und veröffent­lichte gemeinsam mit seiner Ehefrau Andrea Paluch mehrere Romane.

Nächste Bundestagswahl - Robert Habeck, Spitzenkandidat der Grünen

Robert Habeck, möglicher Spitzen­kandidat der Grünen bei der nächsten Bundestagswahl

Foto: Stephan Roehl. Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung auf Flickr. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Habeck zeitweise beliebter als die Bundeskanzlerin

Robert Habeck zählt mitunter zu den beliebtesten Politikern Deutschlands. Im März 2019 verdrängte er in dem „Polit-Barometer“ des Umfrage­instituts „Forschungs­gruppe Wahlen“ sogar die Bundes­kanzlerin Angela Merkel vom Spitzenplatz.

Innerhalb der Partei wird Robert Habeck – wie auch Annalena Baerbock – dem sogenannten Realo-Flügel zugerechnet. Allerdings stehen die beiden für die Über­windung der Flügel und sehen sich entsprechend nicht als Flügelkandidaten.17

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Mögliche Spitzen­kandidat*innen der AfD

Seit der letzten Bundestagswahl 2017 ist die Alternative für Deutschland (AfD) eine der zurzeit insgesamt sechs im Bundestag vertretenen Parteien. Mit einem Wahl­ergebnis von 12,6 Prozent und 91 Bundestags­abgeor­dneten ist die AfD die stärkste Oppositions­kraft. Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ist mit der AfD eine Partei in den Bundestag eingezogen, die sich inhaltlich deutlich rechts von der CSU befindet.

Alice Weidel und Alexander Gauland sind im April 2017 auf dem Bundes­parteitag in Köln mit 67,7 Prozent der Delegierten­stimmen zum Spitzen­duo der AfD gewählt worden. Nach der Bundestagswahl 2017 wurden sie mit 86 Prozent der AfD-Abgeordneten­stimmen als erste Fraktions­vorsitzende der neu gegründeten AfD-Bundestags­fraktion gewählt und vereinen als Doppel­spitze den wirtschafts­liberalen mit dem rechts­nationalen Flügel.18

Bei der turnusgemäßen Neuwahl des Fraktions­vorstands im September 2019 wurden Alice Weidel und Alexander Gauland mit 78 Prozent der Stimmen der AfD-Bundestags­abgeordneten wiedergewählt.

Tino Chrupalla

Tino Chrupalla, 1975 in Weißwasser geboren, ist Maler- und Lackierer­meister und führt seit 2003 seinen eigenen Betrieb. 2015 trat Chrupalla, der verheiratet ist und drei Kinder hat, in die AfD ein. Im März 2016 übernahm er die Leitung der AfD-Regional­gruppe im Altkreis Weißwasser, wo er sich auch ehren­amtlich in den Bereichen Jugend und Sport engagiert. Einen Monat später wurde Chrupalla in den AfD-Kreis­vorstand Görlitz gewählt.

Im Jahr 2017 nahm Chrupallas Karriere rasant an Fahrt auf: Bei der Bundestags­wahl am 24. September gewann er mit 32,4 Prozent das Direkt­mandat des Wahl­kreises Görlitz und setzte sich damit gegen den späteren sächsischen Minister­präsidenten Michael Kretschmer (CDU) durch. Im Oktober 2017 wurde er zu einem von fünf stell­vertre­tenden Vor­sitzenden der AfD-Bundestags­fraktion gewählt. Seit 2019 bildet Chrupalla gemeinsam mit Jörg Meuthen die Doppel­spitze der AfD.

Tino Chrupalla, Spitzenkandidat der AfD bei der Bundestagswahl

Tino Chrupalla könnte Spitzenkandidat der AfD bei der Bundestagswahl werden

Foto: Olaf Kosinsky. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Die Chancen Chrupallas, Spitzen­kandidat der AfD bei der Bundestags­wahl 2021 zu werden, stehen gut. Innerhalb der Partei gilt er als Teil eines Spitzenduos, das er mit Fraktions­chefin Alice Weidel bilden könnte, bereits als gesetzt.19

Bis die Spitzenkandidat*innen-Frage geklärt ist, könnte aber noch einige Zeit verstreichen, denn der Bundes­vorstand der Partei hat im Februar entschieden, auf dem Bundes­parteitag im April noch keine*n Spitzen­kandidat*in zu wählen und vorerst ohne Top­favorit*in in den Wahlkampf zu ziehen.20

Alexander Gauland: Verzicht auf Direktkandidatur

Alexander Gauland wurde am 20. Februar 1941 in Chemnitz geboren. Bevor der promovierte Jurist ab 2012 die Alternative für Deutschland (AfD) als Protest gegen Angela Merkels Euro- und Europa­politik mit aufbaute,21 gehörte er 30 Jahre lang der CDU an. Während seiner Mitglied­schaft in der CDU war er unter anderem Leiter der Hessischen Staats­kanzlei unter Walter Wallmann, arbeitete als Heraus­geber und Geschäfts­führer der „Märkischen Allgemeinen Zeitung” in Potsdam und engagierte sich im konservativen „Berliner Kreis“ der CDU.22

Kandidiert Alexander Gauland bei der Bundestagswahl?

Alexander Gauland wird voraussichtlich nicht erneut Spitzen­kandidat der AfD

Foto: Superbass. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY-SA 4.0

Bei der Landtagswahl in Brandenburg 2014 wurde Alexander Gauland über die Landesliste der AfD in den 6. Brandenburger Landtag gewählt und wurde dort Fraktions­vorsitzender. Im April 2017 wurde er gemeinsam mit Alice Weidel Spitzen­kandidat der AfD für die Bundestags­wahl 2017. Nach dem Erfolg der AfD bei der Bundestags­wahl zog Gauland als Abgeordneter der drittgrößten Fraktion in den Bundestag ein und teilt sich seitdem den Fraktions­vorsitz mit Alice Weidel.

Von 2017 bis 2019 war er zudem neben Jörg Meuthen Partei­vorsitzender der AfD. Seine Nachfolge an der Parteispitze trat Tino Chrupalla an. Seit 2019 ist Gauland Ehrenvorsitzender der Alternative für Deutschland.

Verzicht auf die Spitzenkandidatur bei der Bundestagswahl und mögliche Nachfolger

Nachdem Alexander Gauland im Februar 2019 erstmals öffentlich über das Ende seiner politischen Karriere sprach,23 kam die Frage auf, wer seine Nachfolge als möglicher Spitzen­kandidat bei der Bundestags­wahl 2021 antreten könnte. Laut der Deutschen Presse-Agentur wurde Tino Chrupalla im September 2019 partei­intern bereits als möglicher Nachfolger Gaulands an der Partei­spitze der AfD gesehen.24

Im Februar 2021 gab Gauland bekannt, dass er bei der Bundestagswahl 2021 erneut kandidieren wolle, aber nicht als Direktkandidat, sondern als Kandidat auf der Landesliste.25 Würde der 80-Jährige nach zwei Jahren altersbedingt ausscheiden, gäbe es über die Liste einen Nachrücker und das Mandat ginge nicht verloren wie bei einem Direktmandat. Am 20. März 2021 wurde Gauland auf dem Landesparteitag in Frankfurt (Oder) mit 192 der 290 gültigen Stimmen auf Platz 1 der AfD-Landesliste gewählt.

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Alice Weidel

Alice Weidel ist am 6. Februar 1979 in Gütersloh geboren, studierte Volks­wirtschafts- und Betriebs­wirtschafts­lehre an der Universität Bayreuth und arbeitete von 2005 bis 2006 als Analystin bei Goldman Sachs in Frankfurt am Main. Sie promovierte 2011 und arbeitet seit 2013 selbst­ständig als Unternehmens­beraterin. Im Oktober 2013 trat sie der AfD bei und wurde im Juni 2015 in den Bundes­vorstand gewählt; im September 2017 wurde sie Fraktionsvorsitzende.

Alice Weidel lebt mit einer aus Sri Lanka stammenden Frau in einer eingetra­genen Partner­schaft in der Schweiz, wo sie gemeinsam zwei Söhne groß ziehen.

Alice Weidel, eventuell Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl

Alice Weidel, eventuell Spitzen­kandidatin der AfD bei der Bundestagswahl

Foto: Olaf Kosinsky. Quelle: Wikimedia. Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Nachdem im November 2018 unzulässige Partei­spenden in sechs­stelliger Höhe aus der Schweiz an den Kreis­verband von Alice Weidel am Bodensee getätigt wurden, geriet sie deswegen unter Druck und verlor in ihrem Wahlkreis an Rückhalt. Sowohl Alice Weidel als auch ihr Ko-Fraktions­vorsitzender Alexander Gauland weisen jegliche Schuld von sich. Gemäß ihrer Auffassung liegt die Verant­wortung einzig beim Landes­schatzmeister von Baden-Württemberg, Frank Kral.

Die promovierte Ökonomin wird dem gemäßigten Teil der AfD zugeordnet. Da nach ihrer Meinung der Begriff „liberal“ von der FDP ad absurdum geführt wurde, versteht sie sich selbst als dem freiheitlich-konservativen Arm der Partei zugehörig.

Fragen und Antworten zu den AfD-Spitzenkandidaten

Werden Alice Weidel und Alexander Gauland 2021 erneut den Bundestags­wahlkampf anführen?

Dieses Duo wird die AfD bei der Bundestagswahl 2021 aller Voraus­sicht nach nicht in den Wahl­kampf führen. Alexander Gauland hat bereits angekündigt, kürzer­treten zu wollen. Wer die Partei im Wahlkampf als zentraler Kopf, Spitzenduo oder Spitzen­team repräsentieren wird, steht noch nicht fest.

Wann werden die Spitzen­kandidaten der AfD gewählt?

Die Wahl der Spitzenkandidaten hätte eigentlich auf dem Bundes­parteitag der AfD vom 10. bis 11. April 2021 statt­finden sollen. Allerdings hat die Partei­führung entschieden, die Wahl zu verschieben. Wann sie genau nachgeholt werden soll, steht noch nicht fest.

Steht eine Urwahl bei der AfD zur Debatte?

Bundessprecher Jörg Meuthen plädiert aktuell dafür, das Bundestags­spitzen­team durch die Mitglieder bestimmen zu lassen.

Nächster Artikel:

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  1. Spiegel Online, Vereidigung im Bundestag: Merkel schwört mit Gottesformel, 22.11.2005
  2. Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Art. 69: „Das Amt des Bundes­kanzlers oder eines Bundes­ministers endigt in jedem Falle mit dem Zusamme­ntritt eines neuen Bundestages“.
  3. Spiegel Online, Söders Einmischung verärgert CDU-Spitze, 21.02.2020
  4. Westfälische Anzeiger (Wa.de), Armin Laschet: Kanzlerkandidat Markus Söder? Überraschende Worte des NRW-Landeschefs, 18.12.2020
  5. Bayerischer Rundfunk (BR24), Söder im Interview: „Maßnahmen gegen Corona haben gewirkt“, 21.09.2020
  6. Zitiert in: Spiegel Online, Umfrage zur Kanzlerfrage in der Union: Söder liegt vor Merz und Laschet, 10.04.2020
  7. Kölnische Rundschau, Wahl zum Ministerpräsidenten: Armin Laschet mit 100 Stimmen gewählt, 27.06.2017
  8. ARD Tagesschau, CSU-Chef Söder sieht Grüne als Hauptgegner, 03.11.2019
  9. Süddeutsche Zeitung, Klimaschutz: Söders grünes Feuerwerk, 29.07.2019
  10. RP Online, Gastbeitrag von Armin Laschet und Christian Lindner: Weg mit der Energie-Planwirtschaft, 24.09.2012
  11. Frankfurter Rundschau, Armin Laschet – Der potenzielle Kanzlerkandidat der CDU im Porträt, aktualisiert am 17.02.2020
  12. Spiegel Online, Kraftwerk Datteln 4: Laschets krumme Kohlerechnung, 28.11.2019
  13. FAZ, Mit Abstand: Söder ist Deutschlands unbeliebtester Minister­präsident, 06.08.2018
  14. YouGov-Umfrage vom 06.11.2019 im Auftrag des Redaktions­netzwerks Deutschland. Weitere Umfrage: Kantar-Umfrage vom 01.11.2019 im Auftrag der Funke-Medien­gruppe (siehe oben).
  15. Zeit Online, Katrin Göring-Eckardt verzichtet auf weitere Spitzenkandidatur, 02.01.2019
  16. Business Insider, Baerbock? Oder Habeck? Die Grünen wollen beide als Spitzenkandidaten-Duo — doch bei vielen Deutschen ist laut einer Umfrage Habeck beliebter, 04.09.2020
  17. Deutschlandfunk, Vor dem Bundesparteitag: Machtwechsel bei den Grünen nach dem Jamaika-Trauma, 28.01.2018
  18. Spiegel Online, Fraktions-Neuwahlen bei der AfD: Weidel hilft der Gauland-Bonus, 19.09.2019
  19. Redaktionsnetzwerk Deutschland, Trotz Mitgliedervotums: AfD will Spitzenkandidaten auf Parteitag bestimmen, 28.03.2021
  20. Der Tagesspiegel, Warum die AfD vorerst ohne Spitzenkandidat in den Wahlkampf geht, 23.02.2021
  21. Die Welt, Euro-Politik: Enttäuschte CDU-Politiker gründen Wahlalternative, 04.10.2012
  22. Der Tagesspiegel, AfD-Chef Alexander Gauland: Der Radikale, 04.06.2018
  23. Die Welt, Gauland spricht über seinen Rückzug aus der Politik, 24.02.2019
  24. ZDF, AfD im Bundestag: Fraktion bestätigt Weidel/Gauland, 24.09.2019
  25. Zeit Online, Gauland will wieder für den Bundestag kandidieren, 08.02.2021